Fügeprozesse – Ein kleiner Überblick!

Um Rohre miteinander zu verbinden, kann man sie ineinander stecken, oder aneinander drücken. Um sie ineinander zu stecken, muss eines der Rohrenden kleiner sein, als das andere. Zumeist haben zu verbindende Rohre aber denselben Durchmesser. Somit bleibt als Möglichkeit, die Stirnflächen miteinander zu verbinden. Hier bietet sich eine lösbare Verbindung an, um im Bedarfsfall kostengünstig Rohrabschnitte ersetzen zu können. Für solche Verbindungen gibt es den Schweißflansch.

Der Schweißflansch, als lösbare Rohrverbindung

Dieser hochwertige Schweißflansch stellt einen Ring dar, durch dessen mittlere Öffnung das Medium fließen wird, bzw. das Rohr verläuft. Auf dem Ring befinden sich Löcher, durch die später Schrauben die nötige Anpresskraft aufbauen. Ein solcher Flansch wird mit der Kopfseite eines Rohres verschweißt. Auf das gegenüberliegende Rohr wird ebenfalls ein Flansch geschweißt. Somit sind zwei unlösbare Verbindungen geschaffen. Jetzt werden die Schweißflansche aneinandergesetzt und mit Schrauben verpresst. Es wurde eine Lösbare Verbindung zwischen zwei Rohrenden geschaffen.

Um die Dichtheit zu gewährleisten, wird meist eine passende Flanschdichtung, vor dem Verschrauben, dazwischen gelegt. Da Rohre meist gemäß Norm gefertigt sind, kann man die passenden Flansche ebenfalls nach Normvorgaben beziehen. Anstatt den Flansch mit dem Rohr zu verschweißen, kann auch eine Rohrverdickung an das Rohr geschweißt werden. Dann würde der Flansch als loser Ring („loser Flansch“) dahinterliegen und später, wie gehabt, mit seinem Gegenflansch verschraubt werden.

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